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Interkulturelles Mentoring 2017-09-22T06:34:05+00:00

Das interkulturelle Mentoring

Mentoring ist eine etablierte Personalentwicklungsmethode, bei der eine erfahrene Fach- bzw. Führungskraft eine Person für einen definierten Zeitraum bei ihrer beruflichen Entwicklung unterstützt.
Im Projekt PerMenti begleiten wir qualifizierte geflüchtete Frauen auf dem Weg in die Arbeitswelt in Deutschland. Wir finden für die Mentees Unternehmen bzw. Schulen und andere passende Organisationen, in denen sie eine Hospitation/ein Praktikum absolvieren. Hier können sie die Qualifikation und Erfahrung, die sie aus dem Herkunftsland mitbringen, im deutschen Arbeitsumfeld erproben. Dabei treffen Mentorinnen/Mentoren und Mentees aus unterschiedlichen Lebenswelten und Arbeitskulturen aufeinander. Die Mentor/-innen begleiten die Mentees mit offenem Blick und Respekt für kulturelle Unterschiede und Gemeinsamkeiten, für die fachlichen Anforderungen durch den Berufsalltag. Dabei bringen sie Sensibilität auf für die individuellen Biografien, für die Erfahrungen von Flucht und Verlust sowie Wertschätzung für die Lebensleistung der Mentees. Diese öffnen sich der neuen Kultur und der neuen Sprache. Sie respektieren die Trennung von Arbeitswelt und Religion. Dabei bleibt das Tragen des Kopftuches für beide Seiten auf längere Sicht ein Diskussionsthema.

Die interkulturelle Dimension bringt es mit sich, dass das Mentoring intensivere Kontakte, mehr gemeinsame Zeit und zusätzliche Informationen über die kulturellen Hintergründe der Beteiligten braucht als ein Mentoring mit Beteiligten aus der vertrauten deutschen Arbeitswelt.

Eine Übersicht dazu finden Sie auch in dem Vortrag 2016-12-06 Vortrag_Mentor_innen-Frühstück1.

Foto: Michael Wiczoreck