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Zielgruppe 2017-09-25T12:33:43+00:00

 Die Zielgruppe

Mit dem Projekt „PerMenti“ sprechen wir qualifizierte geflüchtete Frauen an, die einen höheren Bildungsabschluss (Abitur/Studium) und/oder Berufserfahrungen haben. Frauen, deren Ziel es ist, für sich eine berufliche Perspektive in Deutschland zu entwickeln, sind herzlich eingeladen, ein Teil dieser spannenden Gruppe zu werden

Wichtig ist uns, dass die Frauen sich auf Deutsch und/oder Englisch verständigen können, auch wenn Sie derzeit noch Sprachkurse besuchen. Ein stetiger Ausbau der Sprachkenntnisse ist unumgänglich für die Arbeitsmarktintegration.

Bisher haben wir Frauen aus vielen Nationen kennengelernt, die ganz unterschiedliche Studien- oder Berufsabschlüsse in ihren Heimatländern erlangt haben und oft auch schon z.T. in Führungspositionen berufstätig waren. Die meisten dieser Projekteilnehmerinnen  kommen aus Syrien, aber auch Frauen aus den Ländern: Armenien, Iran, Irak, Libanon, Jordanien, Weißrussland und Guinea sind dabei. Vertreten sind alle Altersgruppen von 20 Jahren bis Ende fünfzig, wobei das Alter der meisten Frauen zwischen Mitte zwanzig und Mitte dreißig liegt.

Angesichts der großen Vielfalt der beruflichen Hintergründe haben wir zunächst vier Gruppen gebildet:

■ Gruppe „Wirtschaft“

Die Frauen dieser Gruppe möchten einen Beruf in der Privatwirtschaft, bei öffentlichen Arbeitgebern oder einem Wohlfahrtsverband ausüben. Dazu gehören Ingenieurinnen, Betriebswirtinnen, Buchhalterinnen, Journalistinnen, Architektinnen, Übersetzerinnen und Dolmetscherinnen und Juristinnen, Büro- und Hotelfachkräfte.

Angesichts der vielfältigen unterschiedlichen qualifikatorischen Voraussetzungen und beruflichen Erfahrungen der Frauen und der unterschiedlichen Anforderungen in Deutschland und den Herkunftsländern, wird hier nach einem Profiling ein Einblick in ein Arbeitsfeld im angestammten Beruf und das Erlernen der Fachsprache ermöglicht. Damit sollen berufliche Perspektiven konkreter und die nächsten Schritte für eine Weiterqualifizierung oder auch eine Neuorientierung eingeleitet werden.

■ Gruppe „Lehrerinnen“

Die Ausbildung von geflüchteten Lehrerinnen entspricht meist nicht den Anforderungen für eine Beschäftigung in einer deutschen Schule, da für Lehrkräfte hier ganz spezifische Eingangsvoraussetzungen gelten. Trotzdem möchten viele geflüchtete Lehrerinnen gern wieder in ihrem Beruf arbeiten. In Kooperation mit der Bezirksregierung Arnsberg ist es gelungen, Lehrerinnen sechsmonatige Hospitationen in Dortmunder Schulen zu vermitteln. Hier können sie den deutschen Schulalltag kennenlernen und klären, ob eine Tätigkeit an einer hiesigen Schule für sie attraktiv ist. Parallel werden Möglichkeiten für ein Weiterbildungsprogramm entwickelt, das zu einem Quereinstieg in die Schule befähigen kann.

■ Gruppe „Medizinische Berufe“

Viele geflüchtete Frauen haben einen medizinischen Beruf erlernt. Dazu gehören beispielsweise verschiedenen Fachärztinnen, eine Zahnärztin sowie eine Apothekerin. Der Erhalt der Approbation ist meist erst möglich, wenn die Frauen eine anspruchsvolle Fachsprachen- sowie Kenntnisprüfung absolviert haben. Im Projekt werden sie bei der Vorbereitung auf die heilkundliche Zulassung begleitet, werden dabei unterstützt, einen passenden Hospitationsplatz in einer Klinik oder einer Privatpraxis bzw. einer Apotheke mit engagierten Mentor/-innen zu finden. Außerdem bieten Ärztinnen im Ruhestand Sprachpraxistreffen an.

■ Gruppe „Azubis und Studentinnen“

Dies sind meist junge Frauen, die in ihrem Heimatland eine Ausbildung oder ein Studium begonnen haben, dieses allerdings nicht zu Ende bringen konnten. Ihnen bieten wir eine Orientierung im deutschen Arbeitsmarkt. Dazu gehören zum Beispiel Berufsfindungsmaßnahmen sowie bei der Suche nach einem geeigneten Ausbildungsplatz.

„Eine Mentee im Projekt „PerMenti“ zu sein, bedeutet für mich viel zu erleben, viel Kultur und nicht nur Aufgaben zu bekommen. Wir können uns gegenseitig helfen und auch über unangenehme Arbeitsatmosphären sprechen.“ (N. Taleb, Umweltingenieurin, Mentee bei Wilo)

„Für mich eine Mentee im Projekt zu sein, ist ein Licht im Dunkeln. Das ich durch das Projekt für geflüchtete Frauen ein Praktikum bei EY machen konnte, war für mich sehr wichtig, um einen Neueinstieg in den Arbeitsmarkt zu schaffen“ (M. Dirani, Buchhalterin, Mentee bei EY)