PerMenti_Transfer

PerMenti Standorte in NRW

„Weiterentwicklung und Verbreitung innovativer Praktiken  zur beruflichen Integration qualifizierter geflüchteter Frauen durch Mentoring“

gefördert vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen.

Mit dem Transferprojekt werden die Erfahrungen des Projektes aus Dortmund genutzt, um die berufliche und gesellschaftliche Teilhabe qualifizierter geflüchteter Frauen in Nordrhein-Westfalen auf Dauer nachhaltig zu verbessern. Der Ansatz von PerMenti wird mit den beteiligten Partnerorganisationen so aufbereitet, dass andere interessierte Organisationen/Kommunen/Regionen davon profitieren können. Außerdem sollen Erfahrungen mit hemmenden und fördernden Faktoren im Projektverlauf genutzt werden, um das Konzept weiter zu entwickeln und neue Elemente zu erproben.

Dazu wird mit drei ausgewählten Partnern eruiert, ob und in welcher Form ein Transfer wesentlicher Elemente von PerMenti möglich ist. Es soll erreicht werden, dass aus einer lokal begrenzt entwickelten und praktizierten Idee eine breiter implementierte Praxis werden kann.

Ausgangslage und Umsetzungsbedingungen sind in jeder Region unterschiedlich und erfordern je einen eigenen Umsetzungsprozess. Das im Projektvorhaben zu entwickelnde Transferkonzept nutzt einerseits die Erfahrungen des Pilotprojektes, andererseits muss es neue Formen der Umsetzung finden, da vergleichbare Strukturen wie in Dortmund in anderen Kommunen/Regionen ebenso wenig zur Verfügung stehen wie entsprechende finanzielle Fördermittel.

Das Konzept basiert auf der Vernetzung von Akteuren, dem Aufbau von Unterstützungsstrukturen und der Entwicklung und Erprobung eines praxisorientierten Instrumentenkoffers, der professionellen wie ehrenamtlichen Netzwerkpartnern zur Verfügung steht.

In drei verschiedenen Regionen wird dieser Ansatz erprobt: in Bielefeld, in Köln und im Ennepe-Ruhr Kreis.

Transferort Bielefeld

Zu Beginn des Projektes wurde ein Netzwerk initiiert, das den Werdegang der qualifizierten geflüchteten Frauen begleitet. Es besteht aus folgenden Organisationen: Competentia – Kompetenzzentrum Frau & Beruf Ostwestfalen-Lippe, Stadt Bielefeld Gleichstellungsstelle, Jobcenter Arbeitplus Bielefeld, Agentur für Arbeit Bielefeld, REGE mbH und Grone Bildungszentren, Bielefeld. Das Netzwerk tagte 2019 alle vier bis sechs Wochen, um die Entwicklung einer Maßnahme für qualifizierte geflüchtete Frauen und Migrantinnen zu begleiten.

Der Partner Grone Bielefeld entwickelte, aufbauend auf vorhandenen Erfahrungen des PerMenti Teams aus Dortmund einen Bildungsgutschein, den interessierte Frauen beim Jobcenter einlösen können und mit dem sie Beratung, Qualifizierung und ein Praktikum erhalten.

Unter Leitung von Competentia organisierte das Netzwerk eine Unternehmensveranstaltung, an der sich 40 Unternehmen und Organisationen beteiligten.

Transferort Köln

In Köln hat Competentia ein Konzept entwickelt, um ein entsprechendes Angebot umzusetzen, dabei berücksichtigten sie sowohl die Erfahrungen aus dem PerMenti Projekt Dortmund als auch eigene Projekterfahrungen mit anderen Zielgruppen.

Ziel ist in Köln, ein betriebliches Mentoring für qualifizierte geflüchtete Frauen zur beruflichen Integration zu entwickeln und umzusetzen, um ein Angebot in Köln zu etablieren, dass kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) eine gezielte Rekrutierung von qualifizierten weiblichen Geflüchteten ermöglicht. Das Projekt entspricht in weiten Teilen einem klassischen Mentoring. Im Projekt werden qualifizierte geflüchtete Frauen und Unternehmerinnen akquiriert und zusammengebracht, die sich in einem Mentoring kennenlernen und die Frauen werden von der Mentorin unterstützt, um ein Praktikum im Unternehmen der Mentorin zu absolvieren. Begleitend finden Veranstaltungen für die Mentorinnen und für die Mentees statt.

Zur Unterstützung wurde eine Projektgruppe gegründet mit Vertreter*innen folgender Institutionen aus Köln: IHK Stiftung, IHK, HWK, Jobcenter, Regionalagentur Region Köln und die Stadt Köln, Amt für Integration und Vielfalt (Querschnitt zu den Fachdienststellen), sowie Mitarbeiterinnen des Projektes „PerMenti“ aus Dortmund.

Flyer von Mentegra

Transferregion Ennepe Ruhr

Mit dem Ennepe Ruhr Kreis wurde Mitte 2019 bewusst noch eine große Flächenregion hinzugenommen, die andere Bedingungen als eine Großstadt aufweist, bei der die Fahrtwege durch öffentliche Verkehrsmittel deutlich besser und kürzer sind. Der Ennepe-Ruhr-Kreis umfasst neun Städte mit insgesamt rund 324.000 Einwohnern. Die geflüchteten Menschen verteilen sich über das gesamte Gebiet. Es gibt eine gute Vernetzung der Organisationen die sich um geflüchtete Menschen kümmern. 

Es stellt sich die Frage, wie ein Angebot auf einer soweit gestreuten Fläche unterbreitet werden kann, das die Mehrzahl der Frauen, die angesprochen werden sollen, erreicht und wie diese an dem Programm teilnehmen können. 

Auf einer Netzwerkveranstaltung und in mehreren Netzwerkgesprächen an dem örtliche Qualifizierungsträger, Flüchtlingsorganisationen, Jobcenter- Gleichstellungsbeauftrage- und Integrationsbeauftragte aus mehreren Orten teilnahmen, wurde das PerMenti Konzept vorgestellt und stieß auf großes Interesse. Die Integrationsbeauftragen der Stadt Witten nutzten die Idee von PerMenti, um ein neues Projekt STARTklar zu initiieren, in dem Frauen, die neu in Deutschland sind und ein Studium oder Beruf vorweisen, bei ihrem beruflichen Einstieg unterstützt werden. (integration@stadt-witten.de)
Für eine regionsweite Lösung finden weitere Netzwerktreffen statt.